Die Tschechoslowakei wurde von Großbritannien und Frankreich darüber informiert, dass sie sich entweder allein Nazi-Deutschland widersetzen oder sich den vorgeschriebenen Annexionen unterwerfen könne. Die tschechoslowakische Regierung erkannte die Hoffnungslosigkeit des Kampfes gegen die Nazis allein, kapitulierte widerwillig (30. September) und erklärte sich bereit, sich an das Abkommen zu halten. Die Siedlung gab Deutschland ab dem 10. Oktober das Sudetenland und de facto die Kontrolle über den Rest der Tschechoslowakei, solange Hitler versprach, nicht weiter zu gehen. Am 30. September ging Chamberlain nach einiger Ruhezeit zu Hitler und bat ihn, einen Friedensvertrag zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland zu unterzeichnen. Nachdem Hitlers Dolmetscher es für ihn übersetzt hatte, stimmte er ihm gerne zu. Die Stadt wurde erstmals 1158 erwähnt. Das katholische München widersetzte sich vehement der Reformation und war während des daraus resultierenden Dreißigjährigen Krieges ein politischer Punkt der Divergenz, blieb aber trotz einer Besetzung durch die protestantischen Schweden körperlich unberührt.

[5] Als Bayern 1806 als souveränes Königreich gegründet wurde, wurde München zu einem wichtigen europäischen Zentrum für Kunst, Architektur, Kultur und Wissenschaft. 1918, während der deutschen Revolution, wurde das Herrscherhaus Wittelsbach, das Bayern seit 1180 regierte, in München zum Abdanken gezwungen und eine kurzlebige sozialistische Republik ausgerufen. In den 1920er Jahren wurden in München mehrere politische Gruppierungen beheimatet, darunter die NSDAP. Nach dem Machtergreifung der Nazis wurde München zur « Hauptstadt der Bewegung » erklärt. Die Stadt wurde während des Zweiten Weltkriegs schwer bombardiert, aber den größten Teil ihres traditionellen Stadtbildes wiederhergestellt. Nach dem Ende der amerikanischen Nachkriegsbesetzung 1949 gab es in den Jahren des Wirtschaftswunders einen großen Bevölkerungs- und Wirtschaftszuwachs. Die Stadt war Austragungsort der Olympischen Sommerspiele 1972 und war eine der Austragungsstädte der Fußball-Weltmeisterschaften 1974 und 2006. Um diese Situation zu entschärfen, hat der Stadtrat ein ehrgeiziges Wohnungsbauprogramm auf den Programm gestellt, mit dem er kürzlich seine jährlichen Bauziele nach oben revidiert hat (8.500 Wohneinheiten pro Jahr zwischen 2017 und 2021 gegenüber 7.000 pro Jahr vor 2016)[19].

Die beiden kommunalen Wohnungsbaugesellschaften GEWOFAG und GWG, die sich bisher auf die Erhaltung des Bestands konzentrierten, beginnen nun wieder zu bauen und konzentrieren sich den größten Teil ihrer Bemühungen auf bezahlbaren Mietwohnungsbau für Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen. GEWOFAG und GWG haben sich ein gemeinsames Bauziel von 1.250 Wohneinheiten pro Jahr gesetzt. Die beiden Unternehmen besitzen derzeit 61.300 Wohneinheiten, von denen 23.000 subventioniert werden, das sind 7,5 Prozent des gesamten Münchner Wohnungsbestands, was sie zu einer wichtigen Quelle für bezahlbaren Wohnraum in der bayerischen Landeshauptstadt macht. « Kommunale Wohnungsbaugesellschaften dienen zum Teil als Regulator auf dem ständig überlasteten Münchner Wohnungsmarkt », stellt der Stadtrat fest[20]. Sie erhalten freie Flächen direkt von der Stadtverwaltung durch Eigentumsübertragungen und erhalten regelmäßige Zuschüsse, die ihre Finanzierung von Banken erleichtern, so Ulrich Benz. Dennoch können der Preis und die Qualität von Mobilitätsdienstleistungen davon profitieren, als einer der Schlüsselfaktoren für bezahlbaren Wohnraum betrachtet zu werden: Ist Wohnraum wirklich bezahlbar, wenn seine Lage eine erhebliche Ausweitung des Mobilitätsbudgets erfordert? Sollte Mobilität als Teil des Wohnungspreises für Haushalte betrachtet werden, da der Standort des Wohnraums Mobilitätsverhalten mit gleichen Einkommen vorschreibt? Daher ist es von wesentlicher Bedeutung, dass die Mobilität in den Mittelpunkt der Wohnungsfrage gestellt wird, indem sie zunächst nicht mehr als zwei getrennte Bereiche betrachtet wird.